Panteon Rococo, vor 10 Jahren gegründet, kann heute schon getrost als kulturpolitische Legende bezeichnet werden. So haben sie weltweit vor 100.000den Fans ihren sehr tanzbaren Stil verknüpft mit politischen Inhalten zum Ausdruck gebracht. Ihre Texte sprechen von alltäglicher Gewalt, Armut, Korruption und Unterdrückung, aber auch von Solidarität mit der EZLN, der Zapatistischen Befreiungsbewegung um Subcomandante(a) Marcos & Ana, im lakandonischen Urwald von Chiapas. Aus den Überschüssen der Tourneen finanzieren sie ein Jugendzentrum in ihrem Stadtteil. Dieser praktische Ansatz setzt sich mit Jugendlichen auseinander, die eigentlich keine Perspektive haben: musikalische Workshops, Fahrradwerkstatt, Filmprojekt und einfließende Gespräche hinsichtlich struktureller Gewalt und gewünschten emanzipatorischen Verhältnissen...
Erleben wir die Band auf einem ihrer Konzerte, so ist zu verstehen, woher der Erfolg kommt: ihr treibender Musikstil liegt zwischen LatinSka, Reggae & Punkrock, versetzt mit Rumba, Salsa, Tango, Cumbia, Merengue und Mariachi, die in ihre Lieder mit einfließen. Schon nach wenigen tracks entwickelt die Band eine Einheit mit dem Publikum und die Konzerte enden in einer schweißtreibenden Party.